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Rubrik: Wirtschaft

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Dax und MDax erreichen weitere Höchststände

Ein Händler geht über das Parkett in der Börse in Frankfurt am Main und spiegelt sich dabei in einem Logo des Deutschen Aktienindexes (DAX). Foto: Fredrik von Erichsen
Ein Händ­ler geht über das Par­kett in der Börse in Frank­furt am Main und spie­gelt sich da­bei in ei­nem Logo des Deut­schen Ak­tien­in­de­xes (DA­X). Fo­to: Fre­drik von Erich­sen

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat seine Rekordjagd am Dienstag mit geringerem Tempo fortgesetzt. Nach dem fulminanten Wochenstart erreichte der deutsche Leitindex bei 12 482,90 Punkten erneut einen Höchststand.

Am Ende blieb mit 12 467,04 Zählern noch ein knapper Aufschlag von 0,10 Prozent auf der Kurstafel.
Nach dem Etappensieg von Emmanuel Macron bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl rechnen die Anleger in Frankreich weiter mit einem europa- und wirtschaftsfreundlichen Kurs. Noch könne in der Politik viel schief gehen, warnte zwar Volkswirt Holger Schmieding von der Berenberg-Bank. Doch mit Macron in der Pole Position seien die Risiken für die Eurozone geringer geworden.
Mit dem Leitindex setzte auch der kleinere MDax seine Rekordjagd bis auf 24 634,42 Punkte fort. Der Index der mittelgroßen Werte schloss 0,09 Prozent höher bei 24615,75 Punkten. Für die Technologiewerte im TecDax ging es um 0,12 Prozent auf 2066,43 Punkte nach oben. Er bewegte sich damit weiter auf seinem höchsten Niveau seit 2001.
Die Blicke richteten sich nun auch wieder auf die Berichtssaison, die zunehmend an Fahrt gewinnt. SAP-Aktien kletterten nach der Vorlage durchwachsener Quartalszahlen auf ein Rekordhoch bei 94,22 Euro, bevor die Titel an Schwung verloren. Zum Schluss legten sie nur noch knapp um 0,15 Prozent auf 93,13 Euro zu.
Unter den Favoriten im Dax waren die Anteilscheine der Merck KGaA mit fast 2,5 Prozent Plus. Sie profitierten vom vereinbarten Verkauf des Geschäfts mit Nachahmermitteln von Biopharmaka. Beim Käufer Fresenius konnte der Schritt den Aktie aber nicht nach oben verhelfen. Ein Minus von gut 1,5 Prozent wurde damit begründet, dass der Kauf den positiven Effekt einer weiteren Übernahme aufzehre.
Am Dax-Ende mussten die Continental-Anleger Verluste von 2,66 Prozent hinnehmen, weil der Autozulieferer in den kommenden Jahren mehr Geld in die Entwicklung seiner Elektroantriebe stecken will. Bis 2021 wird das wohl 300 Millionen Euro mehr an Aufwendungen erfordern, weshalb die Ziele für die Antriebssparte bis 2019 leicht gesenkt wurden.
Im MDax meldete die Bayer-Tochter Covestro Geschäftszahlen. Nach einem Gewinnsprung blickt der Kunststoffhersteller mit mehr Zuversicht aufs Gesamtjahr. Nach einer langen Durststrecke gab es vom angeschlagenen Spezialmaschinenbauer Aixtron positive Nachrichten. Dank einer guten Nachfrage seiner Kunden war er so gut in das Jahr gestartet wie schon lange nicht mehr. Den im März in den TecDax zurückgekehrten Papieren brachte dies ein Plus von 13,6 Prozent.
Außerhalb der Dax-Familie sprangen die Anteilsscheine von Aurelius um fast 12 Prozent hoch. Die jüngst von einem Finanzspekulanten attackierte Beteiligungsgesellschaft kontert den Angriff mit dem Verkauf des Kompressorherstellers Secop. Zusätzlich brachten eine erhöhte Dividende und Aktienkäufe neues Vertrauen in die Papiere.
Ähnlich wie beim Dax ging es am Dienstag auch an den internationalen Börsen freundlich zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schritt ebenfalls moderat voran und bewegte sich weiter auf seinem Niveau vom August 2015. In New York ging es für den Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss sogar um mehr als 1 Prozent nach oben. Starke Geschäftszahlen verhalfen dem US-Kursbarometer zurück über die Marke von 21 000 Punkten.
Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,14 Prozent am Vortag auf 0,16 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,05 Prozent auf 141,57 Punkte. Der Bund Future stand mit minus 0,41 Prozent auf 160,90 Punkte weiter unter Druck. Der Kurs des Euro legte zuletzt auf 1,0940 US-Dollar zu. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0891 (Montag: 1,0848) Dollar festgesetzt. Die US-Währung kostete damit 0,9182 (0,9218) Euro.

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